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Dampf oder Diesel?
Quellen zum Übergang von der Dampf- zur Motorschifffahrt 1910-1939

Einführung

Ob Kohlefrachter in der Nord- und Ostseefahrt oder Schnelldampfer auf dem Nordatlantik – um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert werden Lastesel wie Rennpferde der Schifffahrt von Kolbendampfmaschinen angetrieben. Neu hinzu kommt in den folgenden Jahren die Turbinentechnik. Die relativ aufwendigen Turbinenanlagen sollen allerdings nie zu einem Antrieb für die Masse der Schiffe werden, sondern im wesentlichen, wenn auch nicht nur, dem Einbau in besonders hochwertige Tonnage – wie etwa Fahrgastschiffe, Spezialschiffe oder Schnellfrachter – vorbehalten bleiben. Eine Kompromissformel findet man schließlich in der Kombination von Kolbendampfmaschine und Abdampfturbine, die vielfach auch auf Frachtern und Fischereifahrzeugen Verwendung finden wird.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zeichnet sich in Form des Verbrennungsmotors ein Wettbewerber zur Dampfmaschine und –turbine ab. Die Technik des 1892/93 entwickelten Dieselmotors ist nun soweit ausgereift, dass an eine kommerzielle Nutzung gedacht werden kann – zumal, nachdem im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts auch das Problem der Umsteuerung des Dieselmotors für die Vor- und Rückwärtsfahrt gelöst werden kann. Für das Jahr 1914 weist der Germanische Lloyd in seinem Handelsschiffsregister bereits 98 seegehende Motorschiffe aus. Unter deutscher Flagge werden insgesamt acht größere Schiffe mit Motorleistungen zwischen 1850 und 3900 PS genannt, darunter drei Tanker und fünf Trockenfrachter, die mit einer Ausnahme alle in Hamburg beheimatet sind.


Monte Sarmiento

Monte Sarmiento, das erste über 10.000 BRT große Motorschiff der deutschen Handelsflotte. Foto Hans Hartz


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