Deutsches Schiffahrtsmuseum (DSM)
Gezeiten


Die Gezeiten üben sowohl durch ihre horizontale Komponente - den Gezeitenstrom - als auch durch ihre vertikale Komponente - den Wechsel des Wasserstandes zwischen Hoch- und Niedrigwasser - einen erheblichen Einfluß auf die See- und Küstenschiffahrt aus. Schon im Mittelalter versuchte man sich deshalb an ihrer Vorausberechnung, was angesichts des erst 1687 durch Isaac Newton formulierten Gravitationsgesetzes und des Mangels an wissenschaftlicher Erforschung des Phänomens auf empirischer Basis nur in Annäherung geschehen konnte. Erst im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gelangen die entscheidenden Durchbrüche.
 
 
Erste deutsche Gezeitenrechenmaschine von 1915/16, gebaut nach Angaben Heinrich Rauschelbachs in Potsdam. Diese vollmechanische Maschine berücksichtigte 20 sog. Partialtiden und brauchte für die Jahreswerte eines Hafens 10-15 Stunden. Ihr Bau steht in engem Zusammenhang mit den besonderen Anforderungen an die Navigation der Marine während des Ersten Weltkrieges.

 Die Geschichte von den mühsamen Anfängen der Gezeitenforschung bis hin zur hochtechnisierten heutigen Forschung wird - was die deutschen Anteile anbelangt - in einem Ausstellungsbereich des neu eröffneten Erweiterungsbaus des Deutschen Schiffahrtsmuseums gezeigt.

Ausstellungsführer Gezeiten

Weiteres u.a. zur Entstehung der Gezeiten beim Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie


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